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Märkte in Südwestfalen – Miteinander Handeln

starstarstar 07.12.2011
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Sie waren der Entstehungspunkt der Städte, Zentren des städtischen Lebens, des Handels und der Politik: Marktplätze spielten für die Entwicklung unserer Städte eine herausragende Rolle – und sollen dies verstärkt wieder tun. Der Regionale-Ausschuss hat dem Projekt „Märkte in Südwestfalen  - Miteinander Handeln“ heute den 3. Stern verliehen, so dass das Vorhaben jetzt umgesetzt werden kann.

Das Projekt „Märkte in Südwestfalen – Miteinander Handeln“ möchte historische Stadt- und Ortskerne in Südwestfalen beleben, attraktiver gestalten und die Marktplätze wieder zu Anlaufstellen für Begegnungs-, Kunst- und Kulturangebote machen. Südwestfalen bietet hierfür gute Voraussetzungen, da es in der Region zahlreiche historische Ortsmitten gibt, von denen zwölf in der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne und Teil des Regionale-Projekts sind: Lippstadt, Soest, Werl, Arnsberg, Meschede-Eversberg, Schmallenberg, Hallenberg, Bad Berleburg, Bad Berleburg-Elsoff, Bad Laasphe, Freudenberg und Siegen. Das Potential dieser Plätze soll in Zukunft stärker genutzt werden. Derzeit liegen nämlich vielerorts Innenstadtplätze brach oder dienen als Parkplatzfläche. Eingekauft wird im Discounter am Stadtrand, die Ortsmittelpunkte haben viel von ihrer ursprünglichen Bedeutung verloren. Dieser Entwicklung möchte das Projekt gegensteuern: Die „Märkte“ sind dabei das verbindende Thema. Die Plätze sollen wieder zu Orten der Begegnung und Kultur werden.

Geplant ist unter anderem eine „Marktführer“-Broschüre, die die Besonderheiten und historischen Entwicklungen der zwölf Standorte aufzeigt. Ein Kunst- und Kulturnetzwerk soll entstehen, so dass Künstler, Vereine, Gruppen und Initiativen auf den Marktplätzen verstärkt auftreten und sich präsentieren können. Um derartige Aktionen und Angebote in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, ist ergänzend zum Marktführer ein Veranstaltungskalender geplant. Zudem sind sogenannte „Regionale-Märkte“ an allen Standorten vorgesehen. Sie sollen Tradition und Historie mit Zukunft verbinden: Kunst, Kultur oder lokale Spezialitäten werden auf den „Regionale-Märkte“ ebenso geboten wie Stände der lokalen Wirtschaftsunternehmen oder Informationen über die moderne Nutzung historischer Gebäude.  

Hinter  der „Wiedergeburt der Marktplätze“ steht die Regionalgruppe Südliches Westfalen der „Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne NRW“. Ihr Vorsitzender Heribert Störmann betont, dass im Zuge der Projektentwicklung im wahrsten Sinne des Wortes „miteinander gehandelt“ wurde: „Die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen hat sich durch die Regionale weiter vertieft. Man profitiert und lernt voneinander. Mit unserem gemeinsam entwickelten Projekt rücken wir nun die Märkte wieder in den Fokus.“

Neben dem Veranstaltungsformat „Regionale-Markt“ sowie den Informations- und Werbematerialien sind im weiteren Projektverlauf auch städtebauliche Maßnahmen rund um die Märkte geplant. Diese Bausteine werden im weiteren Regionale-Verfahren entwickelt:

  • Arnsberg: Alter Markt und Klostertor
  • Bad Berleburg: Neuordnung und Gestaltung des Goetheplatzes  
  • Freudenberg: Neuordnung und Gestaltung des Marktplatzes
  • Lippstadt: Gestaltung Marktplatz und Wiederbelebung des Pfadesystems
  • Meschede-Eversberg: Markes Haus am Marktplatz (Kultur- und Bürgerzentrum)
  • Soest: Neugestaltung Nördlicher Petrikirchhof
  • Werl: Gestaltung Steinertor-Platz

„Mit diesem Projekt bietet sich die Möglichkeit, historische Altstädte noch ein Stück attraktiver zu machen – für Einwohner und Besucher. Die Marktplätze bieten dazu einen hervorragenden Ansatzpunkt. Dabei geht es nicht nur um Handel, sondern in erster Linie darum, Orte der Begegnung und der Kultur zu schaffen. Davon profitiert ganz Südwestfalen “, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Gesamtinvestition für Rahmenkonzept: 330.000 Euro
Fördersumme: 250.000 Euro  (Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“)

>>> Download: Handlungskonzept Märkte in Südwestfalen

Nachrichten zum Projekt:

13,2 Millionen Euro Fördermittel fließen für drei Regionale-Projekte (13.12.2011)

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