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Waschmaschine für den Steinbruch

07.10.2009

Ein WESTKALK-Mitarbeiter vor der Materialwaschanlage. In den Händen hält er ein Stück vom "Filterkuchen". Sie werden zur Rekultivierung genutzt.

Dank einer aufwendigen Kalksteinwaschanlage mit Schlammwasseraufbereitung ist die Firma Westkalk im Kreis Soest einer der wenigen Kalksteinproduzenten, der gewaschene Kalksteinprodukte anbieten kann.

Westkalk schont dank der in Kallenhardt stationierten Anlage nachhaltig die Umwelt. Die Rekultivierung von Steinbrüchen wird seitens Westkalk aktiv betrieben: Der in der Kammerfilterpresse der Waschanlage ausgefilterte Schlamm wird als Filterkuchen in die Steinbrüche zurück transportiert und dient als Grundlage für Neuanpflanzungen. Produkte wie der so genannten „Gewaschene Sand“ mit einer Körnung von  0 bis 2 mm werden beispielsweise in Betonwerken als Zuschlagstoffe verwendet. Dieser ist frei von Gesteinsmehl und kann nur in einem Steinbruch hergestellt werden, der über eine Waschanlage verfügt. Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter bei Westkalk: „Wir sind ganz froh, dass wir die Anlage haben. So können wir das Kalksteinvorkommen schonen; das in der Anlage eingesetzte Flockungsmittel, welches die Wasserklärung beschleunigt, ist übrigens biologisch abbaubar.“ Lange Testreihen waren erforderlich, um das richtige, natürliche Flockungsmittel zu finden. In vielen anderen Steinbruchbetrieben wird synthetisches Flockungsmittel verwendet.

Bis zu 200 Tonnen Kalkstein stündlich können in der Anlage mit Hilfe von zwei Schwertwäschen gereinigt werden. Jährlich sind es ca. 300 000 Tonnen, die täglich von 6 bis 21 Uhr durch die Anlage geschleust werden. Davon werden etwa 10 Prozent, so genannte abschlämmbare Bestandteile, als stichfester Filterkuchen mit einem Restwassergehalt von 20%  zu Rekultivierungszwecken wieder ins Abbaugebiet transportiert. Doch der Umweltschutzgedanke reicht noch weiter: Damit im Havariefall das Waschwasser nicht ins Erdreich gelangt, wurde die gesamte Waschanlage auf eine wasserundurchlässige Bodenplatte aus Beton mit nebenstehendem Auffangbecken gebaut. „Haben wir aber noch nie in Anspruch nehmen müssen, die Anlage läuft seit Jahren sehr sicher, berichtet Raymund Risse, Geschäftsführer der WESTKALK. Im Auffangbecken wird das Niederschlagswasser sowie das Leckagewasser der Anlage gesammelt und wieder in den Waschwasserkreislauf zurück gepumpt.

 

Das Unternehmen wurde 2006 gegründet. Dahinter stehen alteingesessene Warsteiner Familienbetriebe, nämlich die Firmen Weiken, Risse und Köster-Hartsteinwerke. Jährlich werden 2 Mio. Tonnen Kalkstein aus den Steinbrüchen rund um Warstein abgebaut. WESTKALK beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter und gehört mit einem Jahresumsatz von rund 14 Mio. € zu den führenden Unternehmen der Branche. Der Warsteiner Kalkstein findet Verwendung in zahlreichen Produkten der Futter- und Düngemittelindustrie, in der Pharmazie, beim Umweltschutz und dient als Vorprodukt zur Zementerzeugung.

Weiter Informationen finden Sie unter www.westkalk.de

(fs)

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