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TITAL expandiert in Russland

03.06.2010

Die TITAL GmbH aus Bestwig expandiert jetzt auch im russischen Luft- und Raumfahrtmarkt. Die ersten Strukturbauteile aus Titanfeinguss werden in dem Triebwerk SaM 146 eingesetzt. Ein Anschlussauftrag über weitere 15 Gussteile steht kurz bevor. Damit hätte TITAL einen Auftrag in Millionenhöhe abgeschlossen. Weitere große und komplexe Bauteile für das SaM 146 sollen folgen. Ziel der TITAL ist es, gerade seine Position als Großteilelieferant für Titan- und Aluminiumfeingussteile in Russland auszubauen.

Der Flugzeughersteller Sukhoi hat das SaM146 bereits für seinen Superjet 100 (SSJ 100) geordert. Der Superjet 100 ist ein modernes zweistrahliges Regionalverkehrsflugzeug. Das als Tiefdecker ausgelegte Flugzeug dient als Ersatz für die in Russland noch weit verbreiteten Tupolew Tu-134 und Jakowlew Jak-42. Das Vorhaben wird von dem Unternehmen Sukhoi zusammen mit zahlreichen westlichen Partnern, u.a. der italienischen Alenia und Boeing betrieben. Sukhoi liegen heute schon über 100 Bestellungen vor.
 
Die Gussteile gehen jetzt in die Serienfertigung, teilt Michael Kersting, Key Account Manager bei TITAL, mit. Man sei zuversichtlich, dass bald Folgeaufträge kommen werden. Darüber hinaus besteht großes Interesse an großen Titan-Feingussteilen. Aufgrund der Größe würden diese dann in der Großgießanlage gegossen, die TITAL im Dezember 2008 in Betrieb genommen hatte. Die Anlage ermöglicht es TITAL, große und komplexe Feingussteile aus Titan mit einer Bauteilgröße von bis zu 1.500 mm und einem Teilegewicht bis zu 300 kg herzustellen. Dazu TITAL-Geschäftsführer Philipp Schack: „Bislang war dieser Markt der Titan-Großbauteile durch zwei US-Anbieter dominiert. Jetzt können auch wir in diesem Sektor antreten. Neben unserem bisherigen Angebot an hochwertigen Feingussteilen aus Aluminium und Titan bieten wir unseren Kunden eine verlässliche europäische Alternative für Titan-Großbauteile. Unser Anspruch ist die Verbindung von messbaren Qualitäts- und Kostenvorteilen für unsere Kunden mit dem Maximum an Flexibilität und Liefersicherheit.“
 
Überhaupt seien die Chancen, auf dem russischen Markt Fuß zu fassen, derzeit sehr gut, erläutert Philipp Jerusalem, Leiter Vertrieb und Marketing bei TITAL. Viele Kunden schätzten und suchten alternative Lieferanten. Michael Kersting: „In den Gesprächen bemängelten die Kunden fehlende Kommunikation und langwierige Abstimmungsprozesse mit amerikanischen Lieferanten. Wir dagegen konnten durch schnelle Reaktionszeiten und exzellentes Engineering punkten. Die Kommunikation funktioniert innerhalb Europas einfach besser.“
 
Die GUS-Staaten haben nach Einschätzung von Philipp Jerusalem ein enormes Wachstumspotenzial. Insbesondere die russische und ukrainische Luftfahrtindustrien können sich auf jahrzehntelange Erfahrungen stützen. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks sind zwar keine neuen Entwicklungen vorangetrieben worden, das Potential sei aber immer noch vorhanden. Die dortige Luftfahrtindustrie sei nun wieder erwacht. Dies wird nicht zuletzt auch in der Ankündigung deutlich, dass IRKUT den eigenen Mittelstreckenjet MC-21 im Jahr 2014 auf den Markt bringen wolle, so Philipp Jerusalem weiter.

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