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Südwestfälische Zukunfts-Technologie für Dieselmotoren

11.10.2010

Sandkerne mit anorganischen Bindern steigern Maßhaltigkeit und Gefügequalität der technisch komplexen Gussbauteile.

Honsel hat den Gießprozess für die technisch komplexen Aluminium-Zylinderköpfe moderner Dieselmotoren weiter verbessert: Anlässlich der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) vom 6. bis 8. Oktober in Wolfsburg präsentierte das südwestfälische Unternehmen ein modernes, besonders umweltfreundliches Herstellverfahren.

Hierbei werden anorganische Binder für die Herstellung der Sandkerne in der Gussform eingesetzt. Anders als heute übliche organische Binder erschließen anorganisch gebundene Kerne eine Reihe von technischen Vorteilen, die zu einer
Qualitätsverbesserung des Gussteils beitragen.

Moderne Dieselmotoren werden immer sparsamer, sauberer und leistungsstärker. Gleichzeitig steigen aber auch die Anforderungen an die Haltbarkeit der  Motorkomponenten. Da die werkstoffseitigen Möglichkeiten der Aluminiumlegierungen an vielen Stellen bereits ausgeschöpft sind, gilt es, die Herstellverfahren weiter zu perfektionieren. In einigen Produktsegmenten, beispielsweise bei Ansaugrohren für Motoren oder bei Armaturen, sind anorganische Kernbinder schon seit einigen Jahren im Serieneinsatz. Honsel ist es nun gelungen, dieses Verfahren für die Herstellung hoch belasteter Dieselmotor-Zylinderköpfe zur Serienreife zu bringen.

Dazu haben die Leichtmetall-Experten zusammen mit einem Binderlieferanten das anorganische Kernbindersystem weiterentwickelt sowie Herstellungsparameter, Lagerung und Handhabung der Sandkerne optimiert. Im Vergleich zu den bisher verbreiteten Sandkernen mit organischen Kunstharzbindern bieten Sandkerne mit anorganischen Bindern Vorteile bezüglich Maßhaltigkeit und Gefügequalität der Gießbauteile. Bei der Konstruktion des Bauteils können daher mit anorganischen Bindern geringere Reserven der Wandquerschnitte eingeplant werden, so dass sich das Bauteilgewicht bei hoher Festigkeit senken lässt.

Auch die Umwelt profitiert durch die Umstellung auf die anorganische Kernfertigung doppelt, denn sie wird nicht nur durch noch emissionsärmere Motoren entlastet, sondern bereits bei der Herstellung des Gussteils: Mit anorganischen Bindern verläuft der Gießprozess weitestgehend geruchsfrei, während beim Verbrennen organischer Binder ein charakteristischer Geruch ausströmt.

Honsel hat den Gießprozess mit anorganischen Kernbindern für Zylinderköpfe in den vergangenen Jahren zur Serienreife entwickelt. Ziel des Unternehmens ist es, zusammen mit den Kunden Zylinderköpfe künftig weitestgehend auf die  Verwendung anorganischer Binder in der Fertigung hin auszulegen, um die Vorteile der neuen Technologie voll nutzbar zu machen.

Weitere Informationen sind unter www.honsel.com zu finden.

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