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Handwerk: Zwei Südwestfalen sind die Besten

08.12.2010

Alles sauber lackiert: Mike Baumann mit seinen Wettbewerbsarbeiten. (Foto: Nexa Autocolor)

Hat im Büro alle Aufgaben im Griff: Natascha Ricken an ihrem Arbeitsplatz. (Foto: Köster)

Als beste Junghandwerker ihres Prüfungsjahrgangs sind Bürokauffrau Natascha Ricken (Medebach) und Fahrzeuglackierer Mike Baumann (Lennestadt) beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet worden. Beide erhielten jetzt bei der feierlichen Abschlussveranstaltung in Bayreuth vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer sowie von ZDH-Präsident Dipl.-Ing. Otto Kentzler ihre Urkunden.

Der Wettbewerb hatte es für die Junghandwerker in sich: Zwölf Arbeitsstunden, also eineinhalb Arbeitstage, waren Mike Baumann und zehn weitere Mitbewerber im Einsatz – nicht eingerechnet die Stunden zur Vorbereitung. Denn den Entwurf sowie die dafür benötigten Klebefolien hatten die Kandidaten vorab ausgearbeitet. Sie mussten eine Autotür, ein Modellauto und ein Werbebanner gestalten. Thema war das 50-jährige Jubiläum eines Lackierbetriebes unter dem Motto: Automobile Farbenwelt gestern, heute, morgen! Zudem lag an jedem Arbeitsplatz eine Lackprobe. Der Farbton sollte möglichst getreu nachgemischt werden.  „Als wir den Ablaufplan bekamen, habe  ich mir genau zurecht gelegt, wie ich vorgehen will“, erzählt Mike Baumann, der sich die Lackprobe bis zum Ende aufhob und sofort mit seinen Vorbereitungen für Schild und Autotür begann.

Am Dienstag hatte er nur noch eine Viertelstunde Zeit. Sein gemischter Lack war etwas heller als die Vorlage – ein durchschnittliches Ergebnis. Baumanns Konzept spannte einen Bogen von der Farbtheorie zu den am Markt erhältlichen Lackmaterialien. Er führte es handwerklich sauber aus und bearbeitete alle Aufgabenteile nahezu vollständig – ein rundes Ergebnis, das die Jury überzeugte. Noch vor Ort wurden Preise und Urkunden überreicht. „Als auch meine persönlichen Favoriten nach vorn gerufen wurden, war ich zum ersten Mal im Wettbewerb aufgeregt“, erinnert sich der glückliche Sieger.

Auch Bürokauffrau Natascha Ricken setzte sich mit ihrer Arbeitsweise und mit ihrem Wissen durch. Wie im Landeswettbewerb hatten die Kandidaten etwa fünf Stunden Zeit, die Aufgaben zu bewältigen. „Im Bundeswettbewerb waren es aber deutlich mehr Teilaufgaben“, erinnert sich Natascha Ricken. Ein Serienbrief und eine Werbeanzeige in Word, Verzugszinsen bei einer Liste offener Posten ausrechnen in Excel, korrekte Buchungen in Rechnungswesen und Fragen zur Bürowirtschaft – sie zeigte in allen Fachgebieten Bestleistung.

Das gute südwestfälische Ergebnis wurde durch einen zweiten und zwei dritte Plätze komplettiert:

2. Platz: Rolladen- und Sonnenschutzmechatroniker Jan Filipczyk (Rolladen Brey, Inh. Charlotte Brey e. K., Iserlohn)

3. Platz: Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik Achim Jostes (Elektro-Maschinen Hegener GmbH & Co. KG, Bestwig)

3. Platz: Kraftfahrzeugmechatroniker Yannic Scholz (Kaltenbach Automobile GmbH, Werdohl)

Insgesamt wurden in der Bayreuther Stadthalle 115 Bundessieger aus unterschiedlichen Handwerksberufen geehrt. In seiner Festrede unterstrich der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer den hohen Stellenwert des dualen Ausbildungssystems für Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland. Seehofer: „Unser duales Ausbildungssystem steht für höchste Qualität in der Ausbildung, wird weltweit beachtet und bietet für zwei Drittel aller jungen Menschen in Deutschland einen erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt.“ Er dankte dem Handwerk, das derzeit rund ein Drittel aller Lehrlinge in Deutschland ausbildet. „Das ist weit mehr als das Doppelte seines Beschäftigungsanteils“, betonte Seehofer.


Weitere Informationen unter www.hwk-suedwestfalen.de

 

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